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Gulfhöfe - Mensch, Vieh und Ernte unter einem Dach

Die malerischen ostfriesischen Gulfhöfe sind unsere nächste Station. Die imposanten Bauten sind Wohn- und Wirtschaftsgebäude in einem. Ihre Geschichte reicht viele Jahrhunderte zurück und noch heute werden die meisten dieser Höfe bewirtschaftet - meist in Verbindung mit dem Tourismus. Ein Urlaub auf dem Bauernhof lohnt sich immer, denn auf dem Gulfhof kann das ursprüngliche Ostfriesland entdeckt werden.

Das ostfriesische Gulfhaus ist ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude, bei dem sich die Konstruktion der Scheune hinter niedrigen Ziegelwänden und unter einem tief herabgezogenen Dach verbirgt. Zwischen den hoch aufragenden, aus Ständern, Balken und Rahmen gezimmerten Vierkanten, den sogenannten "Gulfen", wurde die Ernte vom Boden bis ins offene Dach hinein gestapelt. Beidseitig davon liegen Stall und Dreschdiele, von außen leicht an dem zur Seite gerückten großen Einfahrtstor zu erkennen. Dazwischen befindet sich am Giebel ein Pferdestall. Vor der Scheune liegt der oft stattliche Wohnteil mit zahlreichen Fenstern.

Die Scheuenform des Gulfhauses entstand wahrscheinlich im 16. Jahrhundert. Sie umfaßte mit einem Minimum an Material ein Maximum an Raum und konnte mit verschiedenen Wohnhausformen kombiniert werden. Weil sich das Gulfhaus als wohnlich, praktisch und flexibel erwies, breitete es sich an der Nordseeküste vom Groningerland bis in die Wesermarsch aus. Die ostfriesischen Gulfhäuser, die vom Wohnen, Wirtschaften und vom hand- werklichen Geschick vieler Generationen zeugen, bestimmen bis heute in eindrucksvoller Weise das Bild unserer Landschaft.





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