Die Ludgerikirche in Norden ist die größte noch erhaltene mittelalterliche Kirche in Ostfriesland. Der Bau wurde im 13. Jahrhundert begonnen, aber erst viel später vollendet.
Wie in Ostfriesland üblich, steht der Glockenturm getrennt vom Hauptgebäude: ein Zugeständnis an den relativ weichen Baugrund. Im Innenraum besonders sehenswert ist die berühmte Orgel aus der Hand Arp Schnitgers: Sie entstammt dem 17. Jahrhundert, ist die größte Orgel Ostfrieslands und gilt Kennern als eins der wertvollsten Instrumente der Welt.
Von außen kaum als Kirche zu erkennen ist die Mennonitenkirche am Norder Marktplatz: Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde im 17. Jahrhundert als Privathaus errichtet, später von der Mennonitengemeinde aufgekauft und erweitert. Es beherbergt einen rund 170 Personen fassenden Kirchraum im Rokokostil mit sehenswerter Deckenmalerei.
Neben seinen Kirchen besitzt Norden eine Reihe weiterer bemerkenswerter Bauten: Am Markt befindet sich das Alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich heute das Teemuseum sowie der Versammlungsraum der Theelacht befinden.
Auf der gegenüberliegenden Seite steht das Vossenhus, heute Sitz der Stadtbibliothek. Es wurde um 1500 errichtet und besitzt - wie der hintere Teil des Alten Rathauses - einen liegenden Dachstuhl. In der Osterstraße findet man das Schöninghsche Haus von 1576, das an seiner Backsteinfassade mit den waagerecht eingefügten Sandsteinbändern und mit seiner Vielzahl von Fenstern leicht zu erkennen ist. Es gilt inzwischen als schönstes Renaissance-Bürgerhaus Ostfrieslands.
Besonders auffällig sind außerdem die Norder Windmühlen: Zwei davon befinden sich an der südlichen Einfallsstraße, eine stadtauswärts in westlicher Richtung.