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Über ein halbes Jahrhundert erholsame Tage in Norden-Norddeich


Molenstraße, Deichstraße, Muschelweg -er hat schon überall gewohnt: seit 1955 verbringt der Paderborner Anton Kloidt die schönste Zeit des Jahres im Nordseeheilbad Norden-Norddeich. Einmal im Jahr – nicht selten auch öfter – zieht es den inzwischen Achtzigjährigen an seine Lieblingsplätze zwischen blauen Nordseewellen und der grünen Weite Ostfrieslands. Ein Blick zurück mit einem überzeugten „Wiederholungstäter“.

Historische Kurkarte aus dem Jahr 1955

Historische Kurkarte aus dem Jahr 1955

Anton Kloidt ist sich sicher: „Das Gebäude da vorne – das sah schon 1955 fast genauso aus!“ Er muss es wissen. Schließlich schlendert Kloidt an diesem sonnigen Frühlingstag nicht zum ersten Mal die Norddeicher Kurpromenade entlang. Seit 60 Jahren bereist der gebürtige Paderborner gemeinsam mit Ehefrau Katharina Jahr für Jahr die nordwestlichste Stadt Deutschlands – die erste Zeit vor allem mit einem einfachen Zelt: „Anfangs noch etwas wild auf Wiesen und Privatgrundstücken – später auf dem großen Zeltplatz im Herzen Norddeichs, von dem man direkt über den Deich ins Meer gelangen konnte“, erzählt der heute Achtzigjährige mit glänzenden Augen, während er behutsam etwas Sahne in eine Tasse Ostfriesentee gießt.

Anton-Kloidt-in-den-80ern-am-Norddeicher-StrandDort, wo Kloidt in den 50er und 60er Jahren mit Hering und Leine seine Zelte aufschlug, laden heute die Grünflächen des Norddeicher Kurparks zum Flanieren und Verweilen ein. „Auch eine schöne Sache – und einen guten Campingplatz gibt es ja nach wie vor in Norddeich“, findet der aktive Rentner aus dem südlichen Ostwestfalen. Überhaupt habe sich der Küstenort ganz prächtig entwickelt. „Ich kenne Norddeich ja noch als verschlafenes Fischerdorf. Für die Gäste wurde hier über die Jahrzehnte viel geschaffen“, meint Kloidt.

Anton-Kloidt-auf-der-Mole-1955Zum Beispiel das Erlebnisbad Ocean Wave am Dörper Weg. „Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch des Vorgängerbaus – das Meerwasserwellenbad mit seinen bunten Mosaiken von 1978“, so der Paderborner. Dass der pensionierte Tischler trotz einer nie erloschenen Vorliebe für Frühjahr und Herbst dabei durchaus auch den Sprung in die Fluten der Nordsee wagte, verrät seine Tochter Gabriele. „Einen Orden fürs erfolgreiche Wettschwimmen im offenen Meer habe ich auch noch irgendwo“, ergänzt Kloidt, während er gemeinsam mit unserem Kurdirektor Armin Korok durch ein großes Fotoalbum voller mal mehr, mal weniger farbiger Erinnerungen blättert. Lebendig hält er sie alle.

Neben historischen Ansichten vom belebten Fährhafen, der malerischen Norder Altstadt oder den berühmten „Schwalbennestern“ zum Schutz vor Wind und Wetter gehören auch immer wieder solche Aufnahmen dazu, die den Norddeicher Dauergast in vertrauter Pose mit wettergegerbten Wattführern, Ortsvorstehern und anderen Einheimischen zeigen. „Der nahe Kontakt mit den oftmals so herzlichen und wenn nötig auch einmal hilfsbereiten Norderinnen und Nordern ist neben dem gesunden Klima und der einmaligen Landschaft der dritte wichtige Grund, warum wir auch heute noch immer wieder gerne nach Norddeich kommen“, erzählt Katharina Kloidt.

An-Bord-der-Frisia-4-1955Und das durchaus auch mal für nur einen Tag. „Heute bevorzugen wir dazu allerdings die bequeme Anreise mit dem Zug direkt bis an die Mole – von Paderborn aus über Münster oder Hannover eine runde Sache“, schwärmt die Ostwestfälin und nippt an ihrer original Norder Teemischung. Mit ihrer ewig jungen Leidenschaft für Ostfrieslands jüngstes Nordseeheilbad haben Anton und Katharina Kloidt dabei längst Kinder und Verwandte infiziert. „Zum Jubiläum in diesem Jahr bin ich vor ein paar Tagen hier in Norddeich von meinen Töchtern, dem Schwiegersohn, Enkeln und Urenkeln überrascht worden. Die kommen inzwischen mindestens genauso gerne“, verrät Kloidt nicht ohne Stolz.

Die außergewöhnliche Treue des landauf landab längst persönlich bekannten Feriengastes zu „seinem“ Urlaubsort freut auch uns: „Derart leidenschaftliche Nordsee-Urlauber mit Herz und Seele wie Anton Kloidt sind schließlich die wichtigsten Botschafter für unseren schönen Küstenort und durch keine Werbekampagne ersetzbar“, ist sich unser Kurdirektor Armin Korok sicher.

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