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FAQs - die häufigsten Fragen zur Wasserkante


Stand: 09.06.2020

 

1.) Wo genau wird im Jahr 2020 gebaut?

Von der Baumaßnahme betroffen sind der Sandstrand und der bisherige Hundestrand westlich vom Haus des Gastes sowie die gesamte Promenade im Westen.

Von den Bautätigkeiten nicht berührt werden der neu aufgeschüttete Sandstrand auf der bisherigen Drachenwiese, der übrige Teil der bisherigen Drachenwiese, der Deich und die neue Promenade östlich vom Haus des Gastes sowie der Grünstrand vor dem Haus des Gastes (Saisonkörbe, sog. 400er Bereich), das neue Wattfenster und die östliche Meeresterrasse. Es kann dort aber zu Beeinträchtigungen durch Emissionen kommen (vgl. unten Frage 7).

Übersichtsplan

 

2.) Was soll eigentlich genau entstehen?

Das Vorhaben im westlichen Bereich gliedert sich in die Projekte „Nationalparkpromenade“ und „Naturerlebnis Dünenlandschaft und Wattenmeer“

Der bisherige Sandstrand wird ab Frühjahr 2020 voraussichtlich bis zum Herbst 2020 auf die bisherige Drachenwiese verlagert, dort stehen auch die Strandkörbe, die Spielgeräte etc.

Das Deckwerk und die Promenade werden 2020 auch im Bereich des bisherigen Sandstrandes erneuert. Auf Teilen des bisherigen Sandstrandes wird die bestehende Dünenlandschaft in 2021 neu gestaltet und „erlebbar“ gemacht. Die Wege auf dem Deich und am seeseitigen Deichfuß werden in 2021 ebenfalls neu gebaut.

Im Bereich des bisherigen Hundestrandes soll dann u. a. eine neue WC-Anlage errichtet werden.

Am Deich entsteht 2021 eine zusätzliche Rampenanlage am Haus des Gastes. Der gesamte westliche Strand- und Deichbereich wird barrierefrei gestaltet.

Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnitts der Nationalparkpromenade im Westen im Spätsommer 2020 wird auf der früheren Drachenwiese die oberste Sandschicht wieder durch Mutterboden ersetzt und mit Gras eingesät. Bis dahin wird der abgeschobene Mutterboden vorübergehend auf dem Gelände für die spätere Wiederverwendung in einem begrünten "Wall" vor dem Deich gelagert.

Die bisherige Drachenwiese wird also voraussichtlich ab Frühjahr 2021 wieder in vollem Umfang als solche nutzbar sein, sofern die Witterungsverhältnisse bis dahin die Bildung einer festen Grasnarbe ermöglichen.

Lageplan und Projektbausteine "Nationalparkpromenade" (2020 und 2021)

Lageplan und Projektbausteine "Naturerlebnis Dünenlandschaft und Wattenmeer" (2021)

 

Deckwerk

Das Deckwerk (das ist die Böschung zwischen Promenade und Watt) wird westlich des neuen Wattfensters auf der gesamten Länge erneuert, damit die Promenade einen soliden Unterbau besitzt.

Gebaut wird ein sogenanntes „teilverklammertes Schüttsteindeckwerk“ aus einer losen Granitsteinschüttung in einer Neigung von 1:4. Jeder Stein hat ein Gewicht zwischen 5 und 40 Kilo. Alle Fugen zwischen den Steinen werden anschließend bis etwa zur Hälfte mit Beton verfüllt.

Durch die sehr unebene Oberfläche werden auflaufende Wellen gut gebrochen, allerdings ist das neue Deckwerk, das ca. 3 Meter hoch und damit bis zu 0,5 Meter höher als der Bestand sein wird, dann nicht mehr begehbar.

Foto neues Deckwerk    

 

Promenade

Direkt an das Deckwerk anschließend wird eine neue Promenade gebaut. Sie ist 5 Meter breit und hat eine geschlossene Oberfläche aus sandfarbenem Walzasphalt.

In den Promenadenbelag wird für sehbehinderte und blinde Menschen ein taktiles Leitsystem in Form einer 30 cm breiten schwarzen Platte eingelegt.

Begleitet wird die Promenade durch sechs Bankstandorte. Diese Sitzbänke haben eine Gesamtlänge von jeweils 7,5 Metern und sind ganzjährig nutzbar.

Die Promenade wird durch Lichtpoller beleuchtet und ist daher künftig auch in den Abendstunden und im Winterhalbjahr begehbar. Diese Poller haben eine Abmessung von 50 x 50 cm und eine Höhe von 45 cm. Man kann auch darauf sitzen.

Foto sandfarbene Promenade

Foto taktiles Leitsystem

Foto Sitzbank

Foto Lichtpoller

 

Meeresterrassen

Die drei Meeresterrassen sind 10 bzw. 20 m breite Treppenanlagen von der Promenade ins Watt, bestehend aus Geh-, Sitz- und Liegestufen. Die Anlage wird aus hellgrauen Betonwerksteinfertigteilen mit dicht geschlossener, rutschsicherer Oberfläche errichtet und in das neue Deckwerk eingelassen.

In diesen Anlagen sind jeweils mittig auf einer Breite von 5 bzw. 10 m Gehstufen angeordnet, die von Handläufen begleitet werden. Über 15 Stufen kommt man so bequem und sicher ins Wasser bzw. ins Watt. Nach jeder dritten Stufe ist außerdem für gehbehinderte Menschen ein 1 m breites Podest zum Ausruhen eingefügt. Die Vorderkante jeder Gehstufe wird mit einem schwarzen Aufmerksamkeitsstreifen versehen. Die Sitz- und Liegestufen in den Meeresterrassen sind einen Meter tief und haben eine Länge von insgesamt 100 Metern, bieten also ausreichend Platz zum Sonnen, Klönen, Picknicken oder einfach nur aufs Wasser schauen.

Am oberen Abschluss der Meeresterrassen werden jeweils zwei Duschwannen eingelassen, die jeweils zwei mit Frischwasser gespeisten Duschen und drei Fußduschen enthalten. Weiterhin sind an jeder Anlage Fahnenmasten vorgesehen.

Foto Meeresterrasse

Foto Duschen und Fußduschen

 

Rampe

Zwischen der östlichen und der mittleren Meeresterrasse wird in das Deckwerk eine Rampe eingebaut, die Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Menschen einen direkten Zugang zum Meer ermöglicht.

Visualisierung Rampe Deckwerk

 

Ausguck

Am nordwestlichsten Punkt des Deckwerks entsteht der sogenannte "Ausguck" ein kleiner, windgeschützter Platz mit Bänken.

Detailplan Ausguck

 

3.) Von wann bis wann genau wird gebaut?

Die Arbeiten werden Anfang Juni 2020 beginnen, die gesamte Maßnahme wird voraussichtlich ab September 2020 unterbrochen (Beginn der Sturmflutsaison) und im April 2021 wieder aufgenommen. Die endgültige Fertigstellung ist für September 2021 geplant.

Der bisherige Sandstrand im Westen (ohne Hundestrand) soll bereits ab Frühjahr 2021 wieder nutzbar sein (vgl. oben Frage 2). In der Saison 2021 wären dann die Dünenlandschaft, der Deich und ein kleiner Teil der westlichen Promenade gesperrt.

Gebaut wird im Regelfall von Montag bis Freitag, in Ausnahmefällen oder bei Zeitverzug kann auch der Samstag dazukommen.

Die Arbeiten sollen täglich zwischen 8 und 21 Uhr durchgeführt werden, bei tideabhängigen Arbeiten sind auch längere Arbeitszeiten möglich. Aufgrund des sehr engen Bauzeitenfensters von nur wenigen Monaten sind diese Zeiten unbedingt erforderlich, um die rechtzeitige Fertigstellung der Maßnahme nicht zu gefährden.

Bauzeitenplan

Übersichtsplan

 

4.) Aus welchem Grund machen Sie überhaupt so eine aufwendige Baumaßnahme?

Investitionen in eine Qualitätsverbesserung des Bestandes sind dringend erforderlich, um Norddeich im Vergleich zu anderen touristischen Destinationen wettbewerbsfähig zu halten.

Nachdem in einem 1. Bauabschnitt im Jahr 2019 bereits die östliche Promenade erneuert und das Wattfenster sowie die Meeresterrasse errichtet wurden, werden die Arbeiten nun planmäßig auch im westlichen Bereich fortgesetzt.

Foto alte Promenade

Fotos Details alter Zustand (Duschen, Müllbehälter, Schilder etc.)

 

5.) Warum wird ausgerechnet im Sommer gebaut, wenn die meisten Gäste da sind? Kann man das nicht im Winterhalbjahr machen?

Der Bau der Wasserkante erfolgt im Bereich einer gewidmeten Küstenschutzanlage, nämlich zwischen dem Hauptdeich und der Uferlinie der Nordsee, im sogenannten Deichvorland. Dieses Gelände ist besonders geschützt und beregelt durch das Niedersächsische Deichgesetz, da es dem Schutz der Allgemeinheit vor den Gefahren der Sturmfluten dient. Im Deichvorland ist es laut § 2 Ziff. 1 Deichvorlandverordnung generell verboten, bauliche Anlagen jeder Art zu errichten, wesentlich zu verändern oder zu betreiben.

Für den Bau der Wasserkante ist also eine Ausnahmegenehmigung des Landkreises Aurich erforderlich. Diese wird grundsätzlich nur mit der Auflage erteilt, dass sich die Bautätigkeiten auf den Zeitraum von April bis zum September beschränken müssen, also außerhalb der Sturmflutsaison.

Eine Baumaßnahme an der Küstenschutzanlage kann aus Sicherheitsgründen nur in diesem Zeitraum durchgeführt werden, in dem die Gefahr durch Sturmfluten vergleichsweise gering ist. Bereits ab Mitte September steigt das Risiko von Sturmfluten wieder an und das Deichvorland muss so hergerichtet sein, dass es zum einen den Sturmfluten standhält und dass zum anderen nicht Baumaschinen oder Baumaterialien mit der Flut an den Deich geschwemmt und dort zu Schäden führen können.

Verordnung über die Benutzung des Deichvorlandes zum Schutz der Hauptdeiche im Landkreis Aurich (Deichvorlandverordnung) vom 22.09.2011

Niedersächsisches Deichgesetz (NDG) in der Fassung vom 23. Februar 2004

 

6.) Welche Straßen werden als Transportweg für Baufahrzeuge und Lkw genutzt?

Der Baustellenverkehr wird über den Weg am seeseitigen Deichfuß von Westen her abgewickelt.

Karte Zufahrtsweg

 

7.) In welchem Ausmaß wird mein Urlaub von den Bauarbeiten beeinträchtigt?

Im direkten Bereich der Baustelle muss mit den für eine Baustelle dieser Größenordnung üblichen Emissionen (Lärm, Staub etc.) gerechnet werden. Auf den Zufahrtstrecken zum Baugebiet kann es zu erhöhtem Lkw-Verkehr und möglicherweise auch zu temporären Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Große Teile des Sandstrandes und die Promenade im Westen müssen gesperrt werden und sind in der Saison 2020 nicht zugänglich.

Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden werden gemeinsam mit den Planern und den bauausführenden Firmen alles tun, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Der neue Sand- und Hundestrand auf der bisherigen Drachenwiese, die neue Promenade östlich vom Haus des Gastes mit Wattfenster und Meeresterrasse, der Deich sowie der Grünstrand vor dem Haus des Gastes (Saisonkörbe, sog. 400er Bereich) werden von den Bauarbeiten nicht berührt, es kann dort aber zu Beeinträchtigungen durch Emissionen kommen.

Karte Absperrungen

 

8.) Warum muss es so viel Beton sein? Hätte man nicht natürliche Materialien wie Klinkerpflaster, Sitzbänke aus Holz oder schmiedeeiserne Blumenkübel verwenden können?

Im Bereich einer Küstenschutzanlage sind die Materialen und die Bauausführung vorrangig danach auszuwählen, dass diese den Belastungen durch Sturmfluten standhalten und nicht zu einer Gefährdung für den Deich führen. Da die Wasserkante in exponierter Lage den Gefahren der Sturmfluten ausgesetzt wird, ist an dieser Stelle durch die Bauausführung sicherzustellen, dass das eingesetzte Material auch bei extremen Wetterereignissen wie starkem Wind, Wellenschlag und Wasserdruck nicht nachgibt.

Bei der Verwendung von ungeeignetem Material besteht immer die Gefahr, dass Gegenstände wie z.B. Pflastersteine, Papierkörbe oder Spielgeräte bei einer Sturmflut an den Deich gespült werden und dort Schäden anrichten.

 

9.) Wo sollen 2020 die Großveranstaltungen, wie das Drachenfest, Wikingerfest oder das Open Air Kino am Meer stattfinden?

Leider mussten aufgrund der Corona-Krise die meisten Veranstaltungen bereits abgesagt werden. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise in unserem Online-Veranstaltungskalender.

 

10.) Wo kann ich 2020 meinen Drachen steigen lassen?

Hier arbeiten wir noch an einer Lösung. Möglicherweise wird das Steigenlassen von Drachen vom Grundstückseigentümer auf der benachbarten Rasenfläche gestattet.

Karte Rasenfläche

 

11.) Wo wird in 2020 der Standort der Surfschule sein?

Die Surfschule wird im Jahr 2020 auf dem Gelände des ehemaligen Freibades aufgebaut und erhält einen neuen separaten Zugang.

Karte Standort Surfschule 2020

 

12.) Gibt es 2020 noch genügend Strandkörbe am Grünstrand?

Die Körbe am Grünstrand vor dem Haus des Gastes (Saisonkörbe, sog. 400er Bereich) werden während der gesamten Saison in unveränderter Anzahl aufgestellt, es kann dort aber zu Beeinträchtigungen durch Emissionen kommen (vgl. oben Frage 7). Weitere Körbe stehen am Grünstrand auf der bisherigen Drachenwiese.

 

13.) Wie werden während der Bauphase die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen berücksichtigt?

Die Zufahrt zu den Behindertenparkplätzen am Haus des Gastes bleibt jederzeit sichergestellt. Der gesamte Bereich des neuen Sandstrandes auf der bisherigen Drachenwiese samt dortiger Promenade mit Wattfenster und Meeresterrasse ist von den Bauarbeiten nicht betroffen. Der sogenannte 400er Bereich der Saisonkörbe am Grünstrand ist ebenfalls zugänglich und nutzbar.

 

14.) Wie geht es ab dem Jahr 2021 voraussichtlich weiter?

Der Sandstrand (ohne Hundestrand) samt Strandkörben soll voraussichtlich ab Frühjahr 2021 wieder an den bisherigen Standort im Westen zurückverlegt werden.

Die bisherige Drachenwiese wird voraussichtlich ab Frühjahr 2021 wieder in vollem Umfang als solche nutzbar sein, sofern die Witterungsverhältnisse bis dahin die Bildung einer festen Grasnarbe ermöglichen. In 2021 soll die bestehende Dünenlandschaft neu gestaltet und „erlebbar“ gemacht werden. Die Wege auf dem Deich und am seeseitigen Deichfuß werden ebenfalls neu gebaut.

Im Bereich des bisherigen Hundestrandes soll u. a. eine neue WC-Anlage und ein Ausstellungscontainer der Nationalparkverwaltung errichtet werden.

Es entsteht eine zusätzliche Rampenanlage zur Querung des Deiches in Höhe Haus des Gastes. Der gesamte westliche Strand- und Deichbereich wird barrierefrei gestaltet. 

Übersichtsplan

 

15.) Was passiert ab 2020 mit dem Hundestrand?

Alle Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Link zur Hundestrandseite

 

16.) Wie und wo kann ich mich über den Baufortschritt informieren, an wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen habe?

Dieser Frage- und Antwortkatalog wird laufend aktualisiert und erweitert, das Datum der jeweils letzten Überarbeitung finden Sie am Anfang der FAQs.

Über den Fortschritt der Bauarbeiten können Sie sich auch rund um die Uhr in Echtzeit mithilfe unserer Baustellenwebcam auf dem Haus des Gastes informieren.

Wenn Sie Fragen zum Bauablauf oder zu anderen Details haben oder Kritik oder Anregungen loswerden möchten, senden Sie uns bitte unter der Mailadresse kurdirektion@norddeich.de eine Mail. Gerne können Sie sich auch persönlich an unser freundliches Mitarbeiterteam wenden.

Link Webcam Baustelle Nationalparkpromeande

 

17.) Haftungsausschluss

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig für Sie recherchiert. Durch aktuelle Ereignisse sind jedoch Abweichungen von der geplanten Ausführung möglich, so dass die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben leider nicht übernehmen können.

 

 


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